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Kleidung
Selbstredend gehen Sie sehr pünktlich hin, denn es gibt kein
zu spät kommen, sondern nur ein zu spät losfahren. Die
Kleidung muss zu Ihrem Job passen. Gehen sie ordentlich und dezent
zu diesem Gespräch. Sie dürfen als Frau nicht besser aussehen
als Ihre Gesprächspartnerin, da sonst meistens auf Konkurrenz
getippt wird. Leider passiert es immer wieder, dass Frauen Angst
um ihr Revier in der alles umkämpften Männerwelt
haben.
Männer gehen, je nach Position und Beruf, im Anzug. Achten
Sie auch drauf, dass Ihr letzter Friseurtermin nicht Jahre zurück
liegt.
Achten Sie auch drauf, dass sie in den letzten Tagen oder Stunden
vor dem alles entscheidenden Gespräch keinen Knoblauch gegessen
haben. Knoblauch macht einsam! Sie wollen doch nicht, dass Ihr Gespräch
sich in Luft auflöst?
Dosieren Sie Ihr Parfum gut, denn Sie wollen sich doch riechen
können oder etwa nicht?
Die Raucher unter Ihnen unterlassen bitte Stunden vor dem Termin
dieses Laster, denn in einem Raum voller Nichtraucher genießen
Sie keine Ehre mit einem Geruch nach kaltem Rauch.
Gestik
Körpersprache ist der Ausdruck Ihres Innersten nach außen.
Bedenken Sie dies stets. So wie Sie sich geben, so sieht es in Ihrem
Inneren aus. Als Trainerin mit Temperament kann ich ein Lied davon
singen.
Im Vertrieb ist die gebückte Haltung das Zeichen dafür,
dass Sie angreifbar sind. Mit dieser Haltung können Sie sich
gleich eine Zielscheibe auf Ihr Gesicht malen.
Auch hier gilt es die Dosis zu bedenken. Zu viel kann Ihnen nur
schaden Wichtigtuer. Zu wenig auch - Langweiler. Setzen Sie
Ihre Körpersprache nur ein, wenn Sie etwas mit einer Gestik
verstärken wollen oder müssen.
Mimik
Ein Gesetz der Macht besagt, dass Glücklose die Glücklosen
anziehen und umgekehrt. Lächeln Sie und Sie werden Sympathie
ernten. Ein Verkäufer mit einem Lächeln auf den Lippen
wird immer erfolgreicher sein als jemand, der verbissen durchs Leben
läuft, weil er Menschen anzieht anstatt abstößt.
Ein freundlicher Mensch ist jedem lieber als ein trauriger.
Sprache
Sprechen Sie immer deutlich und gewandt. Der Dialekt verrät
aus welcher Region Sie kommen und nicht welche Erziehung Sie genossen
haben. Zeigen Sie, dass Sie deutlich und möglichst hochdeutsch
reden können. Verwenden Sie keine Umgangssprache, denn das
deutet auf Einfachheit und Lernunfähigkeit hin. Nur wer flexibel
ist in allem, auch im reden, kann sich drehen, wie der Wind gerade
weht und Flexibilität ist etwas, was jeder in der heutigen
Zeit haben sollte.
In einer Ehe ist der Mann der Kopf und die Frau der Hals, damit
sie den Kopf dahin drehen kann, wo die Musik spielt.
Fragetechnik
Eine alte und sehr effektive Verkaufsregel lautet: Wer fragt, führt.
Führen heißt in diesem Zusammenhang, dass derjenige das
Gespräch führt, der fragt. Zeigen Sie reges Interesse
an Ihrem neuem Arbeitgeber, indem Sie so viele Fragen wie möglich
stellen. Das heißt aber nicht, dass Sie Ihrem Gegenüber
nicht zu Wort kommen lassen dürfen. Es heißt nur, dass
Sie sich mit sehr gut gestellten Fragen ins rechte Licht rücken
sollen. Fragen Sie nach dem Einsatzort, den konkreten Aufgaben mit
denen Sie betreut werden, nach den Aufstiegsmöglichkeiten,
nach den Zielen in Ihrer Porbezeit usw. Fragen, die den Job und
nicht Ihre persönlichen Belange angehen. Fragen nach Urlaub,
nach Stundenwochen o.ä. werden nicht gern gehört. Zeigen
Sie einfach Ihr Engagement an diesem Job, mehr nicht.
Es werden Ihnen Fragen gestellt auf die Sie sehr konkrete Antworten
geben müssen. Was sagen Sie z.B. auf die Frage warum Sie nicht
mehr bei Ihrem letzten Arbeitgeber arbeiten? Diese und andere Fragen
sind Fangfragen auf die Sie ein wenig, sagen wir mal,
standardisiert antworten müssen. Bei solchen Fragen wird geschaut,
ob Sie z.B. Ihren letzen Arbeitgeber ins rechte Licht rücken
können.
Sagen Sie, wie gern Sie in diesem Unternehmen gearbeitet haben
auch wenn dies nicht der Fall gewesen sein sollte, denn wenn Sie
jetzt Ihren letzen Arbeitgeber schlecht dastehen lassen, befürchtet
das neue Unternehmen das gleiche und wer will schon den Feind im
eigenen Hause haben?
Was antworten Sie denn auf die Frage: Warum sollen wir Sie nehmen
und nicht Ihre Mitbewerber?
Das Bewerbergespräch ist eine Ausnahmesituation und das wissen
auch die Personen die Ihnen gegenüber sitzen. Klar gibt es
Fragen die Sie vor die Wand laufen lassen sollen, doch so wird geprüft
wie authentisch Sie rüber kommen. Keine der beiden Seiten will
sich später ärgern die falsche Entscheidung getroffen
zu haben. Es gibt keine standardisierten Antworten, die Sie geben
müssen, keinen Katalog in den geschaut wird und verglichen.
Es geht dabei nur um den berühmten ersten Eindruck im wahrem
Leben.
Es gibt nie eine zweite Chance für den
ersten Eindruck
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